Gut, dass das Team Betrieb & Infrastruktur im letzten Jahr damit begonnen hat, die Speicherkapazitäten für die internen Datenprozesse der Walbusch-Gruppe zu optimieren. In zwei Rechenzentren, die sich im Hauptgebäude in Solingen befinden, stehen die Server, die alle internen Anwendungen verarbeiten. Dazu zählt zum Beispiel das CRM-System des Kundenservices, Programme für Controlling oder Personal oder die Datenbank PIM.

Mit dreifacher Geschwindigkeit

Gut 200 TerraByte (TB) Daten liegen auf Servern – was in etwa einem Datenvolumen von sechs Millionen Fotos entspricht. Rund um die Uhr werden sie von gut 400 Anwendungen genutzt. Täglich setzen die Mitarbeiter von Walbusch Millionen interner Datenprozesse in Gang. Um zukünftigen Ansprüchen zu entsprechen, setzte das Team von Thomas Fuhrmann, Teamleiter Betrieb & Infrastruktur, auf ein Hardware- und Technologie-Upgrade der Speichereinheit: Sie ersetzten die herkömmliche sogenannte SAS/SATA-Festplattentechnologie durch eine SSD-Variante.
Der Unterschied: SAS-Datenträger bestehen aus magnetischen Platten, die sich bewegen und über einen Lese/Schreib-Kopf angesteuert werden. Sie arbeiten also mechanisch, was wiederum der Grund dafür ist, dass sie für Rechenprozesse länger brauchen. SSD-Festplatten hingegen sehen wie einfache Speicherchips aus. Sie drehen sich nicht und brauchen kein weiteres Element, um zu funktionieren. Deshalb sind diese hochleistungsfähigen Systeme in ihrer Bauart auch viel kleiner und in der Arbeitsweise viel schneller. Während im alten Storagesystem von Walbusch 480 Festplatten integriert waren, sind es aktuell nur 144. Zudem übersteigt die Datenkapazität einer einzigen SSD-Speichereinheit die einer herkömmlichen Festplatte um das Dreifache.

Umzug zur Prime Time

Das neue Speichersystem wurde im November aufgebaut und in die interne Cloudplattform integriert. Mit der Übertragung der Daten vom alten ins neue System wurde Anfang Dezember begonnen. Dieser Umzug fand innerhalb von drei Wochen während der normalen Arbeitszeit in der Vorweihnachtszeit statt. Obwohl dies die Prime Time bei Walbusch ist, kam es zu keinen Einschränkungen. War das Risiko nicht zu hoch? Für Michael Bietz ist die Sorge unbegründet. Der IT-Infrastrukturarchitekt war bereits vor sieben Jahren dabei, als das Team das alte Speichersystem aufsetzte. „Wir wussten, was zu tun ist. Das technische Doing war identisch“, sagt er. „Trotzdem freuen wir uns natürlich, dass die Migration auch diesmal so super geklappt hat.“

Wechsel mit Weitsicht

Die Investition in die SSD-Technologie hat sich gelohnt. Das tägliche Back-up aller internen Daten der Walbusch-Gruppe von derzeit fünf TerraByte hat sich um den Faktor zwei beschleunigt. Und auch Anwendungen, die hohe Datendurchsatzraten benötigen, wie Grafikprogramme oder Datenbankprozesse, brauchen weniger Zeit. Das neue System soll den internen IT-Anforderungen der Walbusch-Gruppe in den kommenden sieben Jahren gerecht werden. Zum einen lassen sich die Speicherkapazitäten des neuen Systems problemlos erweitern und damit an sich verändernde Gegebenheiten anpassen. Zum anderen konnte durch den technologischen Wechsel von SAS zu SSD die Geschwindigkeit signifikant erhöht werden. Michael Bietz ist überzeugt: „Wir haben zur richtigen Zeit in die richtige Technologie investiert.“

Artikel aus unserer Mitarbeiter-​Zeitung „WalbuschNews“, Ausgabe März 2021

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